Meine Lyrikecke im Traumschloss
   
  Meine Lyrikecke im Traumschloss
  Liebesgedichte X
 

 
 Liebesgedichte X

  • Herzensnacht
  • Sanfte Nacht
  • Meine Sinne
  • Trauernde Sehnsucht




Herzensnacht

In deinen Armen samtweich liegen,
losgelöst zum Monde fliegen,
seelentankend an dir nähren,
wenn Sterne sich bei Nacht gebären.

Traumversunken Liebe spüren,
gedankentanzend dich berühren.
Mondbescheinte Sinnennacht,
Herzensfenster aufgemacht.

Windkuss streichelt unsre Leiber,
Lippenküsse flüstern heiter,
Mondeswispern, Sternenrauschen,
deinem Herzschlag innig lauschen.

Seelenhemd auf deiner Haut
ist mir porentief vertraut.
Himmelssamt lädt sacht uns ein,
zum Liebestanz im Sternenschein.

© Helga Boban ~ Schlossfee 21.01.2006








Sanfte Nacht

Die Nacht - sie küsst den letzten Tag,
löst ihren Saum und macht sich frei,
hüllt uns in blaue Seidentücher,
sie denkt sich erstmal nichts dabei.

Die Nacht - sie bricht ganz sanft die Bahn,
läßt Gedanken kommen – fliegen,
zieht blaue Samthandschuhe an,
legt sich auf uns - auch zum Vergnügen.

Die Nacht läßt tausend Sterne reifen,
wir liegen unterm Baldachin.
Wie gerne würd ich danach greifen,
heut macht die Nacht mal wieder Sinn.

Die Nacht gebärt auch Melodien -
ein Wispern, Flüstern, Seufzen, Stöhnen.
Schließ deine Augen, hör gut hin,
bade dein Ohr in ihren Tönen.

Die Nacht – sie ist dein Ruhekissen,
streichelt zärtlich dich im Traum,
tätschelt sanftmutsvoll Gewissen,
trägt Kummer in den Freudenschaum.

Die Nacht schickt Engel in die Herzen,
Traumfeen bekränzen dir dein Haar,
verzaubern dich mit Wunderkerzen,
mit stillem Staunen nimmst du’s wahr.

Die Nacht – sie löscht in dir das Denken,
hüllt würde-liebevoll dich ein,
läßt deine Seele sich versenken,
sanft ruhst du unterm Himmelsschrein.

© Helga Boban ~ Schlossfee 21.06.2006







Meine Sinne

Dich atmen,
dich spüren,
mich in dir verlieren.

Dich sehen,
dich riechen,
mich in dir verkriechen.

Dich lieben,
dich begehren,
mich in dir verzehren.

Dich leiben,
dich beweiben,
mich dir nur verschreiben,

© Helga Boban ~ Schlossfee 12.01.2006







Trauernde Sehnsucht

Viele Jahre sind vergangen
seit wir uns zuletzt gesehen.
Doch blieben Liebe und Verlangen
in mir wie angewurzelt stehen.

Traurigkeit schleppt sich durch Knochen,
strömt durch die Blutbahn, schlägt durchs Herz.
Tränen die heraus gekrochen,
fließen lautlos erdenwärts.

Sehnsucht peitscht mich durch die Straßen,
immer such ich dein Gesicht
in den endlos grauen Massen,
bevor mein Herz vor Kummer bricht.

Düster-schwarze Wolken kreisen
unaufhaltsam über mir.
Doch nicht eine will mir weisen
einen Rettungsweg zu dir.

Kleistere im Sehnsuchtswahne
meine Seelenwände zu.
Ziehe die letzte Trauerfahne
über mich und finde Ruh’.

© Helga Boban ~ Schlossfee 11.01.2006
 





 

 
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